Auf der Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Saarbrücken wurde Thüringens ASF-Vorsitzende Heidrun Sachse erneut als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt.

Die Eisenacherin gehört dem Bundesvorstand seit 2012 an und widmet sich den Themen Gleichstellung und Parität. „Es gibt auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts noch viel zu tun – auf allen Ebenen“, so Sachse im Nachgang ihrer Wiederwahl.

Neue ASF-Bundesvorsitzende ist die Europaabgeordnete Maria Noichl, die einen beherzten Einsatz für die Belange der Frauen auch in Zukunft erwarten lässt: „Jede von uns hat sich daran zu messen, wie groß der feministische Fußabdruck am Ende einer Sache oder am Ende des Lebens sein wird!“

Malu Dreyer erinnerte, dass die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte von und für Frauen im Angesicht der aktuellen politischen Lage keineswegs unantastbar und sicher, daher alle zu kritischer Reflexion angehalten sind, um Rückschritte zu vermeiden. Neben der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, nahmen auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesjustizministerin Katharina Barley, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sowie Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert teil.

Die Bundeskonferenz stand unter dem Motto „Vom Frauenwahlrecht zur Parität“. Passend dazu wurde u.a. ein gemeinsamer Antrag aus Thüringen und Schleswig-Holstein zur Einführung eines Equal Pay-Konzepts nach isländischem Vorbild mit großer Mehrheit beschlossen. Danach sollen Betriebe künftig verpflichtet werden, nachzuweisen, dass tatsächlich gleiche Löhne für vergleichbare Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens gezahlt werden. Die Vergabe öffentlicher Aufträge und (Förder-)Mittel soll an eine entsprechende Zertifizierung gebunden sein. Über das isländische Modell hinausgehend soll dies unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten gelten.

Heidrun Sachse
ASF-Landesvorsitzende Thüringen

 

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