Der SPD-Landesvorsitzende und Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat die heute vorgestellten Pläne zur Einführung eines Azubi-Tickets in Thüringen grundsätzlich begrüßt, sieht aber weiteren Handlungsbedarf. „Mit der Pilotphase ist der Einstieg vollzogen. Jetzt kommt es darauf an, weitere Verkehrsverbünde und kommunale Verkehrsunternehmen zum Mitmachen zu bewegen“, so der SPD-Politiker. In der jetzigen Testphase gilt das Azubi-Ticket im Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) sowie im Thüringer Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

Ziel müsse es bleiben, für Auszubildende eine möglichst kostengünstige Beförderungsmöglichkeit vom Wohnort zur Berufsschule oder zur Ausbildungsstätte zu schaffen, die thüringenweit für Bahn und Bus gelte, sagte Tiefensee. „Ein solches Angebot wäre ein wichtiger Vorteil für den Wirtschaftsstandort Thüringen und ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses und gegen Abwanderung.“

Weil die Aufgabenträgerschaft für den Bus- und Straßenbahnverkehr allerdings bei den Landkreisen und kreisfreien Städten liegt, sei das Land für ein solches flächendeckendes Angebot auf deren Mitwirkung angewiesen, so der Landesvorsitzende. Er appelliere daher an alle Landkreise und Kommunen, sich mit ihren Verkehrsunternehmen am Azubi-Ticket zu beteiligen. „Das muss schon deshalb in deren ureigenem Interesse liegen, weil Auszubildende dann, wenn sie nicht kostengünstig pendeln können, ihrer Heimatregion möglicherweise dauerhaft den Rücken kehren.“ Tiefensee begrüßte, dass das Land als Anreiz für die Landkreise zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stelle. „Das kann ein Weg sein, um für die Kreise eine Mitwirkung am Azubi-Ticket attraktiv zu machen.“