Thüringens SPD-Chef will das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gestern vorgestellte Mietkaufmodell für den Bau von Wohnungen in Thüringen umsetzen: „Thüringen ist mit seiner niedrigen Wohneigentumsquote und einer geringen Eigenkapitalausstattung der Menschen prädestiniert für das Mietkaufmodell. Ich werde den Vorschlag des DIW aufgreifen und in der nächsten Wahlperiode umsetzen.“

Laut Tiefensee sollen zunächst in den besonders angespannten Wohnungsmärkten von Erfurt, Jena und Weimar je 500 Wohnungen errichtet werden, die anschließend bevorzugt von jungen Familien mit Kindern gemietet und im Rahmen eines Mietkaufmodells erworben werden können. Das Projekt soll laut Tiefensee aus dem Thüringer Wohnungsbauvermögen gefördert werden. Den Bau der Wohnungen sollte laut Tiefensee die Landesentwicklungsgesellschaft in die Hand nehmen, da sie über ausreichend Expertise auf dem Gebiet des Wohnungsbaus verfüge. „Funktioniert das Modell, wovon ich ausgehe, dann sehe ich es auch als Möglichkeit die Mittelstädte in Thüringen zu stärken, in dem ein attraktives Modell zum Erwerb von Wohneigentum angeboten wird, ohne das die Menschen viel Eigenkapital mitbringen.“

Tiefensee fordert zudem vom Bund die Mittel des Baukindergeldes, was bisher ausschließlich Mitnahmeeffekte der Immobilienwirtschaft befördert hat, in das Mietkaufmodell umzulenken und den Bundesländern zu Ko-Förderung zur Verfügung zu stellen.

Zum Mietkaufmodell des DIW.