„Die gestern vereinbarten 178 Mio. Euro von Bund und Land für die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes in Thüringen sind der dringend notwendige Einstieg in eine umfassende Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung. Das beitragsfreie zweite Kindergartenbesuchsjahr und die verbesserten Personalschlüssel sind dafür wichtige Bausteine, sie können aber nur wirken, wenn wir jetzt eine massive Fachkräfteoffensive starten. Unsere Kindergärten brauchen gut qualifizierte und hoch motivierte Erzieherinnen und Erzieher. Dafür muss die Ausbildung in diesem Beruf attraktiver werden und sich im Wettbewerb um die besten Köpfe gegen andere Ausbildungsberufe durchsetzen. Der Großteil der Bevölkerung versteht es daher auch nicht, warum gerade hier keine Ausbildungsvergütung gezahlt wird und teilweise sogar Schulgeld gezahlt werden muss. Die SPD Thüringen steht deshalb für den schnellstmöglichen vollständigen Umbau der Erzieherausbildung zu einer dualen Ausbildung mit Ausbildungsvergütung und größeren Praxisanteilen.“ so Tiefensee.Mit den vom Bund bereitgestellten Mitteln wird in Thüringen auf SPD-Initiative hin erstmals ein Modellprojekt zur Einführung einer praxisintegierten Erzieher/innenausbildung (PIA) auf den Weg gebracht. Damit können in den Ausbildungsjahren 2019/20 und 2020/21 rund 120 Ausbildungsplätze angeboten werden.„Der Ansturm auf die im Rahmen des Modellprojekts eingeführten dualen Ausbildungsplätze zeigt uns, dass hier ein dringender Handlungsbedarf besteht. Hier wollen wir als Thüringer SPD einen Schwerpunkt setzen und dafür auch weitere Finanzmittel bereitstellen.  Ab 2021 soll das Modellprojekt der praxisintegrierten Ausbildung zur Regel werden und bis 2024 in jedem Thüringer Kindergarten stattfinden. Klar ist das auch der Kindergarten in Zukunft komplett gebührenfrei sein soll, die Priorität muss jetzt aber an der Ausbildung der Fachkräfte liegen, denn ohne Erzieherinnen und Erzieher nützt auch die Gebührenfreiheit nichts“, so Tiefensee abschließend.