Warum die SPD für eine gute und faire Ausbildung kämpft

Ein Gastbeitrag von Carsten Schneider

Der anhaltende Run auf Gymnasien und Hochschulen verführt schnell dazu, sich zu wenig für bessere Rahmenbedingungen und mehr soziale Anerkennung praktischer Berufsausbildung zu engagieren. 

Dabei werden laut aktuellen Prognosen des Bundesinstituts für Berufsbildung fehlende Facharbeiter, Meister und Techniker mit weit über 50 Prozent den Löwenanteil des „Fachkräftemangels“ in den kommenden Jahren ausmachen. Befeuert durch die demographische Entwicklung spüren wir den Mangel an ausgebildeten Fachkräften schon heute sehr deutlich in den Gesundheits- und Medizinberufen, Tendenz steigend.

Deshalb hat sich die SPD-Bundestagsfraktion bereits 2017 erfolgreich für mehr Qualitätssicherung in der beruflichen Pflegeausbildung und bessere Bezahlung von Pflegerinnen und Pflegern eingesetzt. Seit dem 1. Januar 2020 darf für neue Ausbildungsverhältnisse kein Schulgeld mehr erhoben und muss eine angemessene Ausbildungsvergütung gezahlt werden.

Ende Januar hat der Bundestag zudem eine Ausbildungsreform der medizinisch-technischen Assistenzberufe beschlossen. Die Ausbildung führt zukünftig zu der Berufsbezeichnung „medizinische Technologin“ bzw. „medizinischer Technologe“. Auch hier entfällt das bisher häufig noch erhobene Schulgeld flächendeckend und es muss eine Vergütung gezahlt werden.

Mit der Einführung der gesetzlichen Mindestvergütung für Auszubildende im vergangenen Jahr haben wir ein zentrales sozialdemokratisches Projekt aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, um mehr junge Menschen für eine berufliche Ausbildung zu gewinnen. 

Auch in der Corona-Krise lassen wir die Azubis nicht allein: Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ stellt die Bundesagentur für Arbeit über 400 Millionen Euro bereit, um Ausbildungsbetriebe beim Erhalt, der Schaffung und Übernahme beruflicher Ausbildungsverträge zu unterstützen.

Denn für uns als SPD ist klar: Eine vernünftig bezahlte, gute und moderne Berufsausbildung ist ein entscheidender Schlüssel für ein gelingendes Leben, künftigen Wohlstand, kulturelle Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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