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Wir müssen etwas gegen die extreme Ungleichheit tun

Der Landesvorsitzende der Thüringer SPD, Georg Maier, begrüßt den Vorschlag des Erfurter Bundestagsabgeordneten und Ostbeauftragten der Bundesregierung, Carsten Schneider zur Einführung eines Grunderbes:  „Seit vielen Jahren beobachten wir in Deutschland eine immer stärkere Konzentration der Vermögen und eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich. Hier müssen wir gegensteuern und etwas gegen die extreme Ungleichheit tun. Daher begrüße ich die Idee eines Grunderbes von 20.000 Euro. Damit ermöglichen wir allen jungen Menschen einen guten Start in Ausbildung oder Studium, egal wie der finanzielle Hintergrund der Eltern ist. Eine Finanzierung über die Erbschaftssteuer ist zudem gerecht und leistet einen zusätzlichen Beitrag zur Reduzierung von Ungleichheiten.“

Hintergrund:

Die Nettovermögen der privaten Haushalte sind in Deutschland besonders ungleich verteilt. Die Vermögensverteilung in Deutschland ist nach einer Studie des DIW in einer Schieflage. Die untere Hälfte der Bevölkerung verfügt über fast kein Vermögen, während das reichste Zehntel über 35 % des Privatvermögens verfügt. Diese Verteilung hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu Gunsten der Wohlhabenden verschoben.

Über Erbschaften wird ein Großteil der Vermögen innerhalb der Familien weitergegeben. Im Jahr 2020 betrug das veranlagte Vermögen, laut Statistischen Bundesamt,  rund 50 Mrd. Euro. Hierbei sind die innerhalb der Freibeträge (z. B. 500.000 Euro für Ehepartner) liegenden Vermögen noch nicht erfasst. Schätzungen gehen von bis zu 400 Mrd. jährlichem Vermögensübergang aus. Das heißt, wer das Glück hat in eine reiche Familie geboren zu werden, hat erheblich bessere Startchancen als jemand aus einer ärmeren Familie. Das ist ungerecht und kann durch eine moderate Umverteilung abgemildert werden.