Post-Sowjetunion: Reisebericht aus Usbekistan

Anfang Februar nahm Dr. Stefan Svoboda im SPD-Treff Schmalkalden die Gäste mit auf eine Reise durch Usbekistan, zwischen Seidenstraße, Sowjet-Erbe und Aufbruch. 35 Interessierte kamen. Unter dem Titel „Entwicklung und Wandel in Usbekistan als ehemalige Sowjetrepublik“ zeigte Svoboda Fotos und ordnete sie gesellschaftlich und kulturell ein. Svoboda skizzierte, wie politische Ordnung, wirtschaftliche Modernisierung und kulturelle Selbstvergewisserung seitdem nebeneinanderlaufen nicht immer konfliktfrei, aber sichtbar in den Städten, in Infra-
strukturprojekten, in Bildungs- und Lebensentwürfen.

Michael Lang, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schmalkalden & Umgebung, betonte zum Auftakt: „Horizont erweitern, das ist uns ganz, ganz wichtig.“ Gerade in Zeiten schneller Urteile hilft der Blick auf andere Regionen, Zusammenhänge zu verstehen von Handel und Migration bis zu Klima, Ressourcen, Sicherheit und Wertefragen. Still wurde es beim Aralsee: einst riesiges Binnengewässer, heute Symbol einer menschengemachten Umweltkatastrophe. Svoboda erklärte, wie Bewässerung für den Baumwollanbau Zuflüsse umleitete und was das für Menschen, Natur und Zukunft bedeutet.

In der Diskussion ging es um Kontraste zwischen Taschkent sowie Samarkand und Buchara, um Gastfreundschaft, Alltag und den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Fazit: Usbekistan ist ein Land, das man nicht ‚abhakt‘. Zum Schluss warb Lang für eine Haltung, die auch vor Ort trägt: mehr zuhören, weniger vorschnell urteilen.